LOGO AAT mit Schrift Die Geländearbeiten wurden in enger Abstimmung zwischen den Mitarbeitern der Arbeitsgruppe Artenschutz Thüringen e.V. und
Herr Professor Dr. habil. Gerhard Breitschuh (Belanu) durchgeführt.
Wir haben vor Ort die Bewertung der Habitattypen und ihrer Strukturen vorgenommen, diskutiert und als Ergebnis vorgelegt.

(Arbeitsgruppe Artenschutz Thüringen e.V. (AAT)
Thymianweg 25, 07745  Jena)

 Logo belanau dummy2BELANU Werdershausen Gröbziger Straße 15
06388 Werdershausen


Erhebung zur Auswirkung der landwirtschaftlichen Tätigkeit
auf landeskulturelle Vielfalt im Agrarraum
unter besonderer Berücksichtigung der Biodiversität

 

thueringen Abb 1Gut strukturierte Feldhecke, die aber aufgrund des nur sehr schmalen und artenarmen Saumstreifens nur mit der ÖQ-Note 2 bewertet werden konnte.  (Fotos © AAT-Archiv)

Im Verfahren zur Analyse und Bewertung der Umweltverträglichkeit landwirtschaftlicher Betriebe (KUL) erfolgt die Erfassung und Bewertung der ökologischen und landeskulturellen Situation in Agrarräumen über den quantitativen Nachweis der Flächenanteile von naturnahen Biotopen (Ökologisch, landeskulturelle Vorrangflächen, ÖLV). Unter Nutzung bundesweit vorliegender Gemeindelisten des Julius-Kühn-Instituts mit Soll und Ist-Werten zu Kleinstrukturelementen wird eingeschätzt, ob die Gemeinden und die landwirtschaftlichen Betriebe über eine hohe bis noch tolerable bzw. über eine zu geringe Ausstattung mit Kleinstrukturelementen verfügen. 

Für ausgewählte Projektregionen wurde ein methodischer Ansatz zur  Bewertung der Ökologischen Qualität von ÖLV entwickelt, um vertiefende Untersuchungen zur Agrobiodiversität durchzuführen. Die quantitative Felderhebung der ÖLV-Anteile beruht auf den für die Agrarförderung vorliegenden INVEKOS-Feldblockdaten. Die Feldblockkarten enthalten jedoch nur die ÖLV, die im Rahmen des INVEKOS den Status eines Feldblocks erhalten haben. In den drei Projektregionen handelt es sich dabei um 30 bis 67 % der tatsächlich ermittelten ÖLV. In den Projektregionen wurden alle ÖLV ohne Feldblocknummer zusätzlich erfasst. So wünschenswert die Erfassung und Bewertung sämtlicher landwirtschaftliche genutzten Flächen und der ÖLV wäre, der dafür erforderliche Aufwand übersteigt den Rahmen der mit KUL praktizierten Analyse und Bewertung der betrieblichen Umweltverträglichkeit. 

thueringen Abb 2Positivbeispiel eines unbefestigten Feldweges. Dieser Weg weist offene sandige Stellen auf und wird beidseitig von artenreichen Säumen und teilweise Gehölzen begleitet. Die qualitative Beurteilung der Landschaftselemente mittels der Ökologischen Qualität (ÖQ) zeigt in den Projektregionen eine Normalverteilung der ÖQ-Noten für die ÖLV mit der Tendenz der Höherbewertung der Gesamtheit der ÖLV. 

Somit werden folgende Konsequenzen gezogen:

  1. die Bewertung im KUL erfolgt weiterhin auf der Basis der quantitativen Flächenanteile der ÖLV an der Agrarraumfläche und 
  2. die qualitative Beurteilung mittels ÖQ-Noten wird zur vertieften Bearbeitung insbesondere in Agrarräumen empfohlen, die keine ausreichend quantitative Ausstattung mit ÖLV aufweisen, bzw. besonderen Ansprüchen unterliegen. 

 

Mit Platten komplett versiegelter Feldweg, der seitlich nur schmale, artenarme und kurz gemähte Säume aufweist. Derartige Feldwege strukturieren zwar auch die Agrarlandschaft, wurden aber aufgrund ihrer Ausbildung mit der schlechtesten ÖQ-Note bewertet.thueringen Abb 3 

 

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