Workshop „Wald & Gewässerschutz“ für Schulen

- mit aktiver Baum-Pflanzung mit inhaltlichem Bezug zu Klimawandel und Klimaanpassung
Exkursion einer Schulklasse zum Thema Wald&Gewässerschutz, (Foto: Dr. Frank Molls)

Fördernehmer: Stöckmann Stiftung gemeinsam mit der Alosa-Stiftung

Zielsetzung: Vor dem Hintergrund des Klimawandels und fortschreitenden Artenschwundes sollen Schulklassen und Jugendgruppen verschiedener Altersgruppen hauptsächlich in der Region Köln/Bonn, Bergisches Land bis Siegen im Rahmen von Workshops den Zusammenhang von Wald und Gewässerschutz erfahren. Durch die aktive Teilnahme an Baum-Pflanzungen in den Gewässereinzugsgebieten (vor allem im Gewässereinzugsgebiet der Sieg) sollen die Kinder durch das außerschulische Naturerleben auch eigene Erfahrungen durch aktiven Umweltschutz sammeln. Gesunde Wasserkreisläufe und klimaresiliente naturnahe Laubmischwälder sollen zum Wald- und Klimaschutz beitragen. Bestandteil dieser Ziele sind auch ein

Niederschwelliger Zugang zur wissenschaftlichen Bewertung und zur nachhaltigen Sicherung essentieller menschlicher Lebensgrundlagen (z.B. gesunde Wasser-Ressourcen, intakte Ökosysteme und deren Leistungen) sowie Multiplikatoreneffekte: Bildlich gesprochen können die Kinder schon beim nächsten Abendessen in der Familie ihre Begeisterung über diese Naturerlebnisse teilen. Über die beteiligten Lehrer/innen verbreitet sich der Ansatz ebenfalls.

Projektlaufzeit: 2026 – 2028

Next Level Fledermausschutz – Rettung, Bildung & Diagnostik

Stärkung des ehrenamtlichen nachhaltigen Schutzes heimischer Fledermäuse in NRW
Fledermaus-Führung am Unterbacher See, (Foto: Fledermaus NRW)

Fördernehmer: Fledermaus NRW e.V.

Zielsetzung: Fledermaus NRW e.V. engagiert sich seit 2012 ehrenamtlich für den Schutz heimischer Fledermäuse in Düsseldorf und darüber hinaus. Der Verein verbindet praktischen Artenschutz mit intensiver Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit. In behördlich genehmigten Pflegestationen werden ganzjährig verletzte und hilfsbedürftige Fledermäuse versorgt und neue Pflegende ausgebildet. Gleichzeitig erreichen die öffentlichen Führungen, Vorträge und Informationsangebote jedes Jahr zahlreiche Menschen. Mit der beantragten Förderung soll die ehrenamtliche Arbeit durch bessere Ausstattung für Rettungs- und Quartierkontrollen, moderne Diagnostik und medizinische Versorgung sowie eine professionellere Durchführung von Umweltbildungsangeboten gezielt gestärkt werden. So kann Fledermaus NRW noch schneller helfen, Wissen vermitteln und den Schutz dieser faszinierenden Tiere nachhaltig voranbringen.

Projektlaufzeit: 5/2026 – 12/2026

Naturschutzzentrum Bremen

Zentrum für Umweltbildung und Schutzgebietsbetreuung in Bremen Borgfeld
Das zukünftige Naturschutzzentrum in Bremen-Borgfeld, (Foto: Stiftung NordWest Natur)

Fördernehmer: Stiftung NordWest Natur

Zielsetzung: Die Stiftung NordWest Natur engagiert sich seit Jahrzehnten für den Schutz und die Entwicklung wertvoller Natur- und Grünlandgebiete in Bremen und der Region. Mit dem Aufbau eines zentralen Naturschutzzentrums soll diese erfolgreiche Arbeit künftig an einem Ort gebündelt und für die Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar werden. Das Zentrum soll als Informations-, Bildungs- und Begegnungsort dienen, Wissen über die bremischen Natur- und Schutzgebiete vermitteln und zum eigenen Engagement für Natur- und Artenschutz anregen. Hierfür wurde 2025 das ehemalige Pfarrhaus in Bremen-Borgfeld erworben, das zu einem modernen Naturschutzzentrum entwickelt werden soll.

Projektlaufzeit: 5/2026 – 12/2027

Wirbellosendiversität der Mittelgebirgsmoore

Untersuchungen zur Veränderung der Artenvielfalt in den Ebbemooren
NSG Ebbemoore im südlichen Märkischen Kreis, (Foto: Kolina Büll)

Fördernehmer: Universität Münster, AG Tierökologie

Zielsetzung: Wie hat sich die Artenvielfalt in den Ebbemooren über die vergangenen Jahrzehnte verändert? Dieser Frage geht das Projekt im Naturschutzgebiet Ebbemoore in Südwestfalen nach. Im Mittelpunkt stehen Spinnen und Laufkäfer, die als wichtige Indikatoren für die Qualität und Veränderung von Lebensräumen dienen. Aktuelle Erfassungen werden mit historischen Daten verglichen, um Veränderungen in Artenvielfalt und Häufigkeit sichtbar zu machen und mögliche Ursachen durch Klima-, Landschafts- und Lebensraumveränderungen zu verstehen. Ergänzend werden innovative, nicht-letale Monitoringmethoden mit Audiorekordern und Kameras erprobt. So sollen wertvolle Restbestände erkannt, der Zustand der Moore besser bewertet und konkrete Empfehlungen für ihren langfristigen Schutz und die Pflege entwickelt werden.

Projektlaufzeit: 5/2026 – 5/2027

Entwicklung und Umsetzung von Workshops zur Vermittlung der Bedeutung von Wäldern für den Wasserschutz

Projekt: „Workshop Wald & Gewässerschutz“ für Schulen – mit aktiver Baumpflanzung

1. Projektanlass

Wälder spielen eine zentrale Rolle für den Wasserschutz: Sie filtern, speichern und verteilen Wasser, stabilisieren Böden, bremsen Abflüsse, bilden Grundwasser und verbessern die Qualität von Fließgewässern. Angesichts von Starkregen, Trockenperioden und Biodiversitätsverlust brauchen Kinder Lernorte, an denen sie ökologische Zusammenhänge unmittelbar erleben können.

Baumpflanzung 28.11.2025 Siegburg-Kaldauen
Workshop Wald und Gewässerschutz Wolperath

2. Umsetzung

Zu Beginn wurde das Workshopkonzept entwickelt: thematische Bausteine ausgearbeitet, Experimente getestet, Lernorte ausgewählt und der Ablauf fachlich fundiert strukturiert. Auf dieser Basis wurden zehn Workshops à 3 Stunden durchgeführt – acht für Schulklassen der Jahrgänge 3–6, zwei für eine LVR‑FÖJ‑Gruppe, die es erlaubt hat methodisch vertiefter zu arbeiten.

Alle Termine fanden in Doppelbesetzung statt, was Sicherheit und Qualität erhöhte: bessere Begleitung an Wasserzugängen, individuelle Unterstützung und flexible Gruppenaufteilung sorgten für konzentriertes Arbeiten.

Das Programm folgt einem modularen Baukasten: Forscherimpuls, Experimente, Beobachtungen im Gelände, Ergebnissicherung und alltagsnahe Handlungsoptionen. Fachliche Schwerpunkte waren Wassertransport im Baum, Filter‑ und Speicherleistung von Böden, Erosions‑ und Abflussprozesse sowie die Funktion von Auen‑ und Ufervegetation. Auch Mikrostrukturen wie Schatten, Totholz und Laub wurden untersucht.

Die Pilotphase endete am 28. November 2025 mit einer Pflanzaktion mit zwei Schulklassen. Gepflanzt wurden standortgerechte Mischbaumarten (Traubeneiche, Hainbuche, Vogelkirsche, Weißtanne). Die Kinder konnten das Gelernte direkt anwenden – der Transfer von Theorie zu verantwortlichem Handeln wurde deutlich.

Vor jedem Termin wurden die Standortbedingungen, Zugänglichkeit und Risiken geklärt. Das Format orientiert sich am Lehrplan Sachunterricht NRW. Die Pflanzaktion wurde durch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Bonn (SDW) fachlich begleitet; Baumarten und Fläche wurden mit den Forstzuständigen abgestimmt.

3. Ergebnisse

Quantitativ: zehn Workshops, davon acht mit Schulklassen/OGS‑Gruppen und zwei mit LVR‑FÖJ; pro Termin 20–30 Teilnehmende; Abschlussaktion mit zwei Schulklassen.

Qualitativ: Die Teilnehmenden verstanden die ökologischen Zusammenhänge und erlebten viele Aha‑Momente. Lehrkräfte beschrieben die Kinder als besonders aufmerksam, engagiert und motiviert; der Workshop habe „spürbar etwas ausgelöst“.

4. Kooperationen

Es gab eine enge Zusammenarbeit mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) – von waldökologischer Beratung über Flächenauswahl bis zur Pflanzaktion. Sie stellte Material, übernahm Vorplanung und gab kindgerechte Einführungen.

5. Fazit

Der Workshop zeigt Schülerinnen und Schüler wirksam, wie Wald, Wasser und eigenes Handeln zusammenhängen. Experimente schaffen Verständnis, Geländeübungen vertiefen es, und die Pflanzaktion stärkt Verantwortungsbewusstsein und macht erfahrbar, dass eigenes Tun Natur direkt unterstützen kann.

Untersuchungen von Carry over-Effekten beim Mauersegler

Untersuchungen von Carry over-Effekten beim Mauersegler
Junge Mauersegler im Nest, Foto Jasmin Laura Gerfen

Fördernehmer: Universität Siegen

Zielsetzung: Die Universität Siegen führt seit vielen Jahren Untersuchungen an einer Mauerseglerpopulation durch, die in einer Straßenbrücke über einer Talsperre brütet. Die Stöckmann-Stiftung hat bereits verschiedene Aspekte dieser Forschungen gefördert, u. a. die Ausstattung der Nester mit Ringantennen, die eine Aufzeichnung der Gewichtsentwicklung der Jungvögel und der Fütterleistungen der Altvögel ermöglichen. Mit der neuen Förderung werden GPS-Datenlogger sowie Laptops angeschafft. Die Datenlogger, schonend angebracht auf dem Rücken der Altvögel, ermöglichen die Ermittlung der Flugwege zur Brutzeit und außerhalb der Brutzeit (Zugrouten, Überwinterungsgebiete), die Laptops modernisieren die Datenaufzeichnung aus den Ringantennen. Außerdem wird anhand von Speichelproben von Alt- und Jungvögeln deren Geschlecht bestimmt; die erhaltenen Daten werden mit der Fütterungsleistung und den Flugwegen korreliert.

Projektlaufzeit: März 2026 - Dezember 2027

Enclosure-Versuche zur Wiederansiedlung der Gelben Teichrose (Nuphar lutea) am Bienener Altrhein / Kreis Kleve

Enclosure-Versuche zur Wiederansiedlung der Gelben Teichrose (Nuphar lutea) am Bienener Altrhein / Kreis Kleve
Bienener Altrhein (Foto_ Achim Vossmeyer)

Fördernehmer: Naturschutzzentrum im Kreis Kleve e.V.

Zielsetzung: Bereits zwischen 2011 und 2018 ist der Bestand der Gelben Teichrose (Nuphar lutea) und Weißer Seerose (Nymphaea alba) auf dem Bienener Altrhein drastisch zurückgegangen. Damit fehlen die beschattende und kühlende Wirkung der Blätter bei hohen Temperaturen sowie die das Sediment festigende Wirkung der Rhizome. Zudem ist der Altrhein stärker dem Wellenschlag ausgesetzt. Mögliche Ursachen für den Rückgang der Schwimmblattvegetation sind einerseits eine zu hohe Cypriniden-Population (Karpfen, Brassen) und andererseits der Einfluss großer Wasservögel.

Mittels neuer Anpflanzmethoden für die Teichrose unter kontrollierter Auszäunung und damit Ausschluss des Einflusses der Großfische und Wasservögel soll die Arbeitshypothese geprüft werden.

Projektlaufzeit: 1/2026 – 12/2026

Optimierungsmaßnahmen NNE Borkenberge – Süskenbrocksmoor und Heidelandschaft im zentralen Offenlandbereich

Optimierungsmaßnahmen NNE Borkenberge – Süskenbrocksmoor und Heidelandschaft im zentralen Offenlandbereich
Heidemoor-Knabenkraut (Dacylorhiza maculata ssp. elodes) im Süskenbrocksmoor (Foto: Kerstin Wittjen)

Fördernehmer: Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V.

Zielsetzung: Die vorgesehenen Wiedervernässungs-Maßnahmen durch fraktionierte Grabenanstaue im Süskenbrocksmoor dienen zur Erhaltung eines hochwertigen Moor-Lebensraumkomplexes. Dazu gehört auch das Entfernen aufkommender Gehölze, die so hochwertige Pflanzenarten wie das Heidemoor-Knabenkraut gefährden. Die Art ist landes- und bundesweit extrem selten. Ein zweiter Maßnahmenschwerpunkt zielt auf die Bekämpfung des Stechginsters (Ulex europeaus), der zu den invasiven Pflanzenarten zählt und durch seine Ausbreitung Kernflächen der bedeutenden Sand-Heidevorkommen im zentralen Offenlandbereichs des Nationalen Naturerbes (NNE) Borkenberge gefährdet.

Projektlaufzeit: März 2025 – Dezember 2026

Toxikologische Untersuchungen nicht geschlüpfter Brachvogel-Eier in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Bayern

Toxikologische Untersuchungen nicht geschlüpfter Brachvogel-Eier in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Bayern
Brachvogelküken im Nest (Foto Natalie Busch)

Fördernehmer: Michael-Otto-Institut im NABU e. V.

Zielsetzung: In der Eider-Treene-Sorge-Niederung in Schleswig-Holstein wie auch in Brachvogel-Projektgebieten in Baden-Württemberg und Bayern kommen immer wieder Brachvogel-Eier nicht zum Schlupf, wobei oft schon recht große Küken im Ei absterben. Dieses Phänomen trägt zur Gefährdung dieses Wiesenbrüters bei. Mit Förderung der Stöckmann-Stiftung untersuchte das Michael-Otto-Institut bereits, ob es Hinweise auf eine verringerte genetische Diversität gibt, die dieses Phänomen erklären könnte. Das jetzige Projekt untersucht in Zusammenarbeit mit der Kapodistrian-Universität Athen nicht geschlüpfte Eier auf toxische Kontaminanten. Es kommt eine neuartige Wide-screen-Methode zur Anwendung, mit der das potenzielle Vorkommen einer Vielzahl von Umweltschadstoffen ermittelt wird.

Projektlaufzeit: Juni 2025 – Juli 2026

Artenvielfalt im urbanen Raum

Artenvielfalt im urbanen Raum Im Rahmen des „Bundesprogramms Biologische Vielfalt“
Magerwiese auf Industriefläche im Kreis Wesel, Foto: Dieter Schneider

Fördernehmer: Biologische Station Kreis Wesel und Krefeld e.V.

Zielsetzung: Im Rahmen des Projekts sollen u.a. Maßnahmen zur Verbesserung der Artenvielfalt auf ausgewählten Industrie- und Gewerbeflächen umgesetzt werden sowie durch Wissens- und Informationsaustausch unter Einbindung der Kommunen die Stadtnatur gefördert werden. Ein weiterer Artenschutz-Projektbaustein zielt auf die Prüfung der Voraussetzungen für eine Wiederansiedlung des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings auf geeigneten Flächen. Dafür soll die Ausbringung des Großen Wiesenknopfs günstige Bedingungen schaffen.

Link: www.urbane-artenvielfalt.de

Projektlaufzeit: Sept. 2022 – Februar 2028

Moorschutz im Mahlpfuhler Fenn/Sachsen-Anhalt durch umwelt- und naturfreundliche Bewirtschaftung für Wiesenorchideen und Wiesenvögel

Wiese mit Breitblättrigem Knabenkraut (Dactylorhiza majalis); Foto: Georg Verbücheln

Fördernehmer: NABU-Kreisverband Stendal e.V.

Zielsetzung: Es ist eine landschaftsangepasste Moor- und Feuchtwiesenbewirtschaftung unter besonderer Berücksichtigung seltener Wiesenorchideen und unter zusätzlicher Vernässung von insgesamt 7 Standorten in der südlichen Altmark geplant. Die Lebensbedingungen nässeliebender Amphibien und Vogelarten sollen nachhaltig verbessert werden. Weitere Niedermoorflächen sollen angekauft oder langfristig angepachtet werden, so dass im Mahlpfuhler Fenn ein renaturierter Feuchtwiesen-Moorkomplex von ca. 80 ha entsteht.

Projektlaufzeit: Juli 2025 – Dezember 2026

Der aktuelle Zustand geschützter Moore der Westfälischen Bucht:

Flora, Vegetation und botanische Schutzeffizienz von 12 Moor-Naturschutzgebieten.

Der aktuelle Zustand geschützter Moore der Westfälischen Bucht: Flora, Vegetation und botanische Schutzeffizienz von 12 Moor-Naturschutzgebieten.

Akademie für Ökologische Landesforschung e.V. (AföL)

Wie haben sich die Moore im nordwestlichen Münsterland in den vergangenen 40 Jahren entwickelt? Mit dieser Frage hat sich im Auftrag der AföL Prof. Dr. R. Wittig von 2017 – 2022 im Rahmen eines von der Stöckmann-Stiftung finanzierten Projektes beschäftigt.

1980 war eine Abhandlung von Rüdiger Wittig mit dem Titel „Die geschützten Moore und oligotrophen Gewässer der Westfälischen Bucht“ erschienen. Das im Jahre 2022 abgeschlossene Projekt hatte zum Ziel den heutigen Zustand der Moore durch eine Wiederholungsuntersuchung mit der damals vorgefundenen Situation zu vergleichen. Die Ergebnisse des Projektes haben im Jahr 2023 Eingang in eine Buchpublikation (s.u.) gefunden, die zugleich den offiziellen Abschlussbericht des Förderprojektes repräsentiert.

Wiedervernässter Torfstich (Foto: Kerstin Wittjen)
Venner Moor (Foto: Kerstin Wittjen)

Einleitend werden darin die vorgefundenen Vegetationseinheiten und die Erfassungsmethodik, analog der Ersterfassung, vorgestellt. Kern der Abhandlung sind die gebietsspezifischen Ergebnisse der detaillierten floristisch-vegetationskundlichen Analyse, die jeweils in zahlreichen Übersichtstabellen erschöpfend dokumentiert werden. Farbige Vegetationskarten in direkter Gegenüberstellung (1980 – 2020), erlauben einen augenfälligen Vergleich der Altkartierung mit den aktuellen Kartier-Ergebnissen. Eine Aufarbeitung zwischenzeitlicher Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen sowie eine Bilanzierung der Gebietsentwicklung und Anmerkungen zur Schutzeffizienz und Hinweisen zur künftigen Pflege runden die Gebietskapitel ab.

Im Ergebnis des Förderprojekts hat sich u.a. gezeigt, dass trotz der widrigen Rahmenbedingungen durch den fortschreitenden Klimawandel, in der Hälfte der untersuchten Moorgebiete der Anteil der hochmoortypischen Regenerationskomplexe zugenommen hat. Das wird auf ein gutes Management durch die zuständigen Naturschutzbehörden und die Biologischen Stationen zurückgeführt. Verluste hat es bei den Glockenheiden und den Feuchtheiden gegeben.

Eine Wiederholungsuntersuchung nach 40 Jahren durch denselben Autor ist für NRW, wenn nicht für Deutschland, einmalig.

Buchpublikation:

Wittig, R. (Hrsg.): Moore in der Westfälischen Bucht – Flora, Vegetation und botanische Schutzeffizienz von 12 Moor-NSG. - Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde 105 (2023), 440 S.