Projekt: „Workshop Wald & Gewässerschutz“ für Schulen – mit aktiver Baumpflanzung

1. Projektanlass

Wälder spielen eine zentrale Rolle für den Wasserschutz: Sie filtern, speichern und verteilen Wasser, stabilisieren Böden, bremsen Abflüsse, bilden Grundwasser und verbessern die Qualität von Fließgewässern. Angesichts von Starkregen, Trockenperioden und Biodiversitätsverlust brauchen Kinder Lernorte, an denen sie ökologische Zusammenhänge unmittelbar erleben können.

Baumpflanzung 28.11.2025 Siegburg-Kaldauen
Workshop Wald und Gewässerschutz Wolperath

2. Umsetzung

Zu Beginn wurde das Workshopkonzept entwickelt: thematische Bausteine ausgearbeitet, Experimente getestet, Lernorte ausgewählt und der Ablauf fachlich fundiert strukturiert. Auf dieser Basis wurden zehn Workshops à 3 Stunden durchgeführt – acht für Schulklassen der Jahrgänge 3–6, zwei für eine LVR‑FÖJ‑Gruppe, die es erlaubt hat methodisch vertiefter zu arbeiten.

Alle Termine fanden in Doppelbesetzung statt, was Sicherheit und Qualität erhöhte: bessere Begleitung an Wasserzugängen, individuelle Unterstützung und flexible Gruppenaufteilung sorgten für konzentriertes Arbeiten.

Das Programm folgt einem modularen Baukasten: Forscherimpuls, Experimente, Beobachtungen im Gelände, Ergebnissicherung und alltagsnahe Handlungsoptionen. Fachliche Schwerpunkte waren Wassertransport im Baum, Filter‑ und Speicherleistung von Böden, Erosions‑ und Abflussprozesse sowie die Funktion von Auen‑ und Ufervegetation. Auch Mikrostrukturen wie Schatten, Totholz und Laub wurden untersucht.

Die Pilotphase endete am 28. November 2025 mit einer Pflanzaktion mit zwei Schulklassen. Gepflanzt wurden standortgerechte Mischbaumarten (Traubeneiche, Hainbuche, Vogelkirsche, Weißtanne). Die Kinder konnten das Gelernte direkt anwenden – der Transfer von Theorie zu verantwortlichem Handeln wurde deutlich.

Vor jedem Termin wurden die Standortbedingungen, Zugänglichkeit und Risiken geklärt. Das Format orientiert sich am Lehrplan Sachunterricht NRW. Die Pflanzaktion wurde durch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Bonn (SDW) fachlich begleitet; Baumarten und Fläche wurden mit den Forstzuständigen abgestimmt.

3. Ergebnisse

Quantitativ: zehn Workshops, davon acht mit Schulklassen/OGS‑Gruppen und zwei mit LVR‑FÖJ; pro Termin 20–30 Teilnehmende; Abschlussaktion mit zwei Schulklassen.

Qualitativ: Die Teilnehmenden verstanden die ökologischen Zusammenhänge und erlebten viele Aha‑Momente. Lehrkräfte beschrieben die Kinder als besonders aufmerksam, engagiert und motiviert; der Workshop habe „spürbar etwas ausgelöst“.

4. Kooperationen

Es gab eine enge Zusammenarbeit mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) – von waldökologischer Beratung über Flächenauswahl bis zur Pflanzaktion. Sie stellte Material, übernahm Vorplanung und gab kindgerechte Einführungen.

5. Fazit

Der Workshop zeigt Schülerinnen und Schüler wirksam, wie Wald, Wasser und eigenes Handeln zusammenhängen. Experimente schaffen Verständnis, Geländeübungen vertiefen es, und die Pflanzaktion stärkt Verantwortungsbewusstsein und macht erfahrbar, dass eigenes Tun Natur direkt unterstützen kann.